Generaloberst
Arthur Arz
von
Straussenburg
war neben
General
Michael
Freiherr von
Melas,
General
Ludwig
Fabini und
General
Arthur
Phleps der
höchstchargierte
und
höchstdekorierte
Offizier
siebenbürgisch-sächsischer
Abstammung.
Er kämpfte
im Ersten
Weltkrieg
zuerst als
Divisions-
und
Korpskommandant
erfolgreich
an der
Ostfront,
dann als
Armeekommandant
in
Siebenbürgen
und wurde
schließlich
in den
beiden
letzten
Kriegsjahren
Generalstabschef
der k.u.k.
Armee.
In
Hermannstadt
als Sohn des
Karl Arz von
Straussenburg
und dessen
Gattin
Louise
Pfaffenhuber,
Postmeisterstochter
zu Broos,
geboren,
entschied er
sich zuerst
für die
juristische
Laufbahn und
studierte an
der
Hermannstädter
Rechtsakademie.
Doch
wechselte er
bald zur
militärischen
Karriere
über und
nach dem
Besuch der
Kriegsschule
1885-1887
durchschritt
er rasch
alle Stufen
der
militärischen
Dienstgrade.
In den
Generalstab
der k.u.k.
Armee
berufen,
wurde von
Arz nach
seiner
Beförderung
zum
Generalmajor
(1908)
Sektionschef
im
Kriegsministerium.
Als
Generalstabschef
Conrad von
Hötzendorf
entlassen
wurde,
erhielt von
Arz diesen
hohen Posten
(März 1917),
den er bis
zum
Kriegsende
bekleidete.
Im letzten
Kriegsjahr
erfolgte
seine
Beförderung
zum
Generaloberst.
Nach dem
verlorenen
Krieg musste
von Arz
einen
Prozess
durchstehen,
wurde jedoch
nicht
verurteilt.
Ihm machte
man zum
Vorwurf,
nach dem
Waffenstillstand
den
Feuereinstellungsbefehl
an der
italienischen
Front zu
früh gegeben
zu haben, so
dass noch
viele
österreichische
Soldaten in
italienische
Gefangenschaft
gerieten.
Von Arz
konnte als
Rentner
nicht in
seine
Heimatstadt,
inzwischen
zu Rumänien
gehörend,
zurückkehren,
da ihm der
rumänische
Staat keine
Pension
bewilligte
So ließ er
sich in
Budapest
nieder, wo
er dann bis
zu seinem
Tode am 11.
Juli 1935
lebte.
Artur von
Arz war seit
1903 mit
Stefanie
Thomka von
Tomkaháza
verheiratet
und hatte
eine Tochter
Stefanie,
verehelichte
Ried. Damit
erlosch
dieser Zweig
der Familie.
Alle
militärischen
Autoritäten
der
Mittelmächte
haben von
Arz in ihren
Memoiren,
Briefen und
Aufzeichnungen
hoch
geschätzt:
Hötzendorf,
v.
Hindenburg,
Ludendorff,
Mackensen
u.a. So
charakterisiert
ihn z.B.
Conrad von
Hötzendorf (Private
Aufzeichnungen)
mit
folgenden
Worten: „Arz,
geistig hoch
begabt, von
klarem
Blick,
leicht
beschwingten
Sinnes,
lebensfroh,
heiter und
temperamentvoll,
dem
Schicksal
als Fatalist
gegenüberstehend
… Eine
frohe,
unerschrockene
Soldatennatur,
war er bei
der Truppe
beliebt.“
In seinen
memorialistischen
historischen
Werken
Zur
Geschichte
des Großen
Krieges
1914-1918,
Wien 1924,
und Kampf
und Sturz
der
Kaiserreiche,
Wien/Leipzig
1935,
schrieb von
Arz Beitrage
zu den
Geschichtsquellen
des Ersten
Weltkrieges
und seiner
Folgen.
Generaloberst
Arz von
Straussenburg
gehört zu
den
markanten
Persönlichkeiten
der k.u.k.
Ära und des
Ersten
Weltkrieges.
Er ist als
berühmter
Siebenbürger-Sachse
in die
Geschichte
eingegangen.
Bild:
Privatarchiv
des Autors.
Walter Roth