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Kulturstiftung
der deutschen
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Birken

Siegmund von

General

* 5.5.1626, Wildstein bei Eger (Böhmen)

† 12.6.1681, Nürnberg

 

Der Pfarrerssohn Siegmund von Birken (Betulius), dessen Familie während des Dreißigjährigen Krieges aus Glaubensgründen die Heimat verlassen mußte, lebte seit 1629 in Nürnberg. Er studierte in Jena, wurde Erzieher der Prinzen Anton Ulrich und Ferdinand Albrecht von Braunschweig-Lüneburg in Wolfenbüttel und kehrte nach einem Aufenthalt in Hamburg nach Nürnberg zurück, wo er im Jahre 1650 Leiter der Spiele zur Feier des Westfälischen Friedens war. Er bereiste Holland und England und wurde im Jahre 1655 von Kaiser Ferdinand III. geadelt. Als „Floridan“ war Birken Mitglied, später Oberhirte des Nürnberger Dichterordens der „Pegnitzschäfer“. Birken, ein typischer Dichter des Barock, war ein fruchtbarer Lyriker seiner Zeit und galt als prunkhafter, barocker Gelegenheits- und Hofdichter von virtuoser Sprachgewandtheit. Zu seinen Werken gehören die Gedichte „Kriegs- und Friedens-Abbildungen“ (1649), „Prunkvolle Festspiele“ (1650), „geistliche Weihrauchkörner“ (1652), das Drama „Androfilo“ (1656), die Gedichte „Todes-Gedanken und Toten-Andenken“ (1670), „Pegnesis“ (1673-1679), „Der Norische Parnaß“ (1677), „Teutsche Rede-, Bind- und Dichtkunst“ (1679). Außerdem verfaßte er Schäferromane und Barockdramen. Eine Biographie Birkens veröffentlichte A. Schmidt im Jahre 1894.

(1981)

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