Fritz
Gustav
(von)
Bramann
wurde
als Sohn
des
Gutsbesitzers
Ernst
Bramann
auf
Szameitschen,
Kirchspiel
Wilhelmsberg,
und der
Wilhelmine
geb.
Buttgereit
in Wilhelmsberg
geboren.
Er
studierte
von 1875
bis 1879
Medizin
in
Königsberg
und war
dort
mehrere
Jahre
als
Assistenzarzt
am
Städtischen
Krankenhaus
tätig.
Seit
1884
arbeitete
er bei
Professor
Ernst
von
Bergmann
an der
Chirurgischen
Klinik
in
Berlin.
Im
November
1887
wurde er
von
Kaiser
Wilhelm
I. mit
der
Behandlung
des in
San Remo
krank
liegenden
Kronprinzen
Friedrich,
des
späteren
Kaisers
Friedrich
III.,
betraut,
Bei
diesem
zeigte
sich
1887 ein
schweres
Halsleiden,
das die
deutschen
Ärzte
bald als
Kehlkopfkrebs
erkannten.
Da der
hinzugezogene
englische
Spezialist
Morell
Mackenzie
die
Diagnose
bestritt,
erfolgte
die
Operation
nicht
rechtzeitig.
Bramann
führte
im
Februar
1888
unter
schwierigen
Verhältnissen
eine
Operation
am
Kehlkopf
(Tracheotomie)
aus, die
nur
vorübergehend
eine
Erleichterung
brachte;
am 15.
Juli
verstarb
der
inzwischen
seinem
Vater
nachgefolgte
Kaiser
Friedrich
III. in
Potsdam.
Im Juli
1888
habilitierte
sich
Bramann
in
Berlin,
wurde
1889
außerordentlicher
und im
März
1890 als
Nachfolger
von
Richard
von
Volkmann
ordentlicher
Professor
und
Direktor
der
Chirurgischen
Universitätsklinik
in
Halle.
Hier
wirkte
er mit
großem
Erfolg
als Arzt
und
akademischer
Lehrer.
Seine
wissenschaftlichen
Arbeiten
auf dem
Gebiet
der
Gehirnchirurgie
fanden
die
Anerkennung
der
Fachwelt.
Kaiser
Wilhelm
II.
verlieh
ihm am
18.
Dezember
1890 den
erblichen
Adel.
Bramann
war
verheiratet
mit
Selma
von
Trochin;
aus
dieser
Ehe
gingen
vier
Söhne
hervor,
von
denen
zwei im
Ersten
Weltkrieg
fielen.
Seine
letzte
Ruhestätte
fand er
auf dem
Stadtgottesacker
in
Halle,
wo sein
aufwendig
gestaltetes
Grab
heute
noch
erhalten
ist.
Bramanns
Name
wurde
weiteren
Kreisen
durch
seine
Mitwirkung
an der
Behandlung
des
Kronprinzen
bekannt.
Dessen
Erkrankung,
die von
deutscher
Seite
und
Mackenzie
unterschiedlich
gestellten
Diagnosen
und die
Heranziehung
des
englischen
Spezialisten
wurden
seinerzeit
in der
deutschen
Öffentlichkeit
kontrovers
diskutiert.
Lit.:
Altpreußische
Biographie,
Bd. 1,
Marburg/Lahn
1974, S.
76. –
Heinz
Gehrke:
Ernst
von
Bergmann,
in:
Berlinische
Lebensbilder.
Mediziner,
Berlin
1987, S.
191-202,
hier
besonders
S.
197-199.
Hallesches
Akademisches
Vademecum,
Bd. 1,
Halle/S.,
S. 1910.
Bild:
Kulturstiftung
der
deutschen
Vertriebenen
Harro
Kieser