Eduard
Eisenmeier
wuchs in
Prachatitz
(Böhmerwald)
auf, wo er
die deutsche
Volksschule
und das
deutsche
Staatsgymnasium
besuchte.
1922 löste
die
tschechische
Regierung
das
Obergymnasium
auf, so daß
Eisenmeier
die zwei
letzten
Gymnasialklassen
in Krummau
(Böhmerwald)
absolvieren
mußte. Nach
der 1924 mit
Auszeichnung
abgelegten
Reifeprüfung
studierte er
an der
Deutschen
Universität
in Prag
Germanistik,
Slavistik,
Philosophie
und
Pädagogik.
1928
promovierte
er zum Dr.
phil, und
1929 legte
er die
Staatsprüfungen
für das
Lehramt an
höheren
Schulen ab.
Schuldienst
leistete er
in Elbogen
und in
Reichenberg.
Dieser
endete 1942
mit der
Einberufung
zum
Wehrdienst,
der ihn bis
Stalingrad
brachte. Er
erlebte das
Schicksal
aller
Vertriebenen.
1948 gelang
ihm die
Wiedereinstellung
in den
Schuldienst.
Er wirkte in
Weißenhorn
und Würzburg
bis zu
seiner
Versetzung
in den
Ruhestand
1970. An der
Würzburger
Universität
war er 11
Semester
Lehrbeauftragter
für die
tschechische
Sprache.
Durch
Herkunft und
Studium war
sein
wissenschaftlicher
Weg
vorgezeichnet.
Sein
Lebenswerk
galt der
böhmerwäldischen
Heimat und
dem von dort
stammenden
Dichter
Adalbert
Stifter.
Seine
Großtat war
die
Herausgabe
der
Adalbert-Stifter-Bibliographie,
die 1964
erschien und
seither
durch drei
Fortsetzungsbände
ergänzt
wurde. Hier
wurden
bisher 8477
bibliographische
Einheiten
der Primär-
und
SekundärIiteratur
erfaßt.
Stifters
Werke wurden
ins
Englische,
Französische,
Rätoromanische,
Spanische,
Italienische,
Holländische,
Flämische,
Dänische,
Schwedische,
Tschechische,
Serbische,
Russische,
Lettische,
Finnische,
Ungarische,
Türkische,
Hebräische,
Japanische
und
Esperanto
übersetzt.
Auch die
Verfilmung
der
Stifter-Novellen:
„Kalkstein“,
„Kondor“,
„Brigitta“
und „Das
sanfte
Gesetz“
wurde
verzeichnet.
Seiner
Heimat
gewidmet,
ist von
Eisenmeier
1978 eine
Böhmerwald-Bibliographie
erschienen,
die auch
Veröffentlichungen
in fremden
Sprachen
berücksichtigt
(seit 1982
vergriffen);
wissenschaftliche
Untersuchungen
betreffen
Ortsnamen
und
Mundartdichtungen,
u.a.
Zephyrin
Zettl, von
denen rund
70
registriert
sind.
Eisenmeier,
dessen
Stifter-Bibliographie
in Linz vom
Adalbert-Stifter-Institut
herausgegeben
wurde, hat
1978 vom
österreichischen
Bundespräsidenten
den Titel
,Professor'
erhalten.
Außerdem
wurde ihm
das
Österreichische
Ehrenkreuz
für
Wissenschaft
und Kunst
verliehen.
Vom
Oberbürgermeister
der Stadt
Passau
erhielt er
den
Kulturpreis
der Stadt
Passau für
die
Böhmerwäldler.
Die
Sudetendeutsche
Landsmannschaft
verlieh ihm
1984 die
Adalbert-Stifter-Medaille.
Viktor
Aschenbrenner
(1985)