Als
Tochter des livländischen Generalsuperintendenten Theophil Gaehtgens
geboren, lebte die in erster Ehe mit Carl von Boetticher, in zweiter
Ehe mit dem Kunstmaler Hermann Frobenius verheiratete baltische
Schriftstellerin von 1882-1908 in Riga und studierte dann drei Jahre
an der Universität Berlin Germanistik. Seit 1910 war sie
Mitarbeiterin an Berliner Zeitungen, von 1914-1922 Generalsekretärin
des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft und von
1916-1936 Vorsitzende der Vereinigung Baltischer Frauen (später
„Baltischer Frauenbund „). Else Frobenius war von 1921-1925
Vorsitzende im Frauenausschuß des Deutschen Schutzbundes für das
Grenz- und Auslandsdeutschtum. Sie nahm an Pressefahrten an die
Front, in das Grenz- und Ausland teil, war 1921 Herausgeberin der
Frauenbeilage der „DAZ“. Nachdem sie von 1942-1945 freiwillige
Kriegsarbeit im Deutschen Verlag geleistet hatte und in Berlin
dreimal ausgebombt worden war, lebte sie seit 1945 im Ruhestand in
Schleswig, wo sie 1949-1950 Vorsitzende des Baltischen Hilfskomitees
war. Else Frobenius schrieb, z. T. unter dem Namen von Boetticher,
„Die Weltanschauung des Dichters Lenz“ (1913), „Mit uns zieht die
neue Zeit“ (eine Geschichte der deutschen Jugendbewegung, 1927),
„Karten“ (1929), „Das malerische Franken“ (1930), „Väter und
Töchter“ (1932), „Dreißig Jahre koloniale Frauenarbeit“ (1936).
(1977)