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Die
Schriftstellerin Eleonore (Lenore) Henriette Frobenius wurde in Riga als
Tochter des Gymnasiallehrers Oskar Kühn geboren. Sie war in erster Ehe
mit Axel Ripke, dem Herausgeber der Zeitschrift „Der Panther“,
verheiratet, in zweiter Ehe mit dem Kunstmaler Hermann Frobenius. Sie
besuchte die Höhere Töchterschule in Riga und die Königliche Hochschule
für Musik in Berlin, worauf sie zu weiterer Ausbildung nach Paris ging.
Nach der Vorbereitung zum Abitur bei Helene Lange in Berlin studierte
sie Philosophie an den Universitäten Berlin, Erlangen und Freiburg i.
Br. und promovierte im Jahre 1907 zum Dr. phil. Sie war dann als
Pianistin und Musiklehrerin tätig, seit 1912 als Journalistin und
Schriftstellerin in Berlin, sowie beim Frauenausschuß der
Deutschnationalen Volkspartei in Danzig und in Berlin. Sie arbeitete im
Jahre 1926 im Nietzsche-Archiv in Weimar. Studienreisen führten sie in
die Mittelmeerländer; während des Zweiten Weltkrieges bereiste sie den
Osten und lebte zuletzt in Bayern. Lenore Frobenius komponierte Lieder,
Chöre und Orchesterwerke, sie schrieb Dichtungen, Essays und
Reiseberichte. Aus ihrer Feder erschienen u. a. Gedichte unter dem Titel
„Lichtgrün“ (1914), die Dichtung „Sang des Lebens“ (1928), die Schrift
„Kant contra Einstein“ (1920), die Essays „Wir Frauen“ (1922),
„Schöpferisches Leben“ (1928), „Lob des Blau“ (1948), „Das Individuum im
Weltbild Goethes und Nietzsches“ (1948), ferner „Fahrten in
Griechenland“ (1951), „Fahrten in Kleinasien“ (1951), „Asienüber dir“
(1953), Lyrik unter demTitel „Bilder, Gestalten, Gewalten“(1951),der
Roman „Unsterbliche Liebe“ (1951) und (anonym) „Diotima, Schule der
Liebe“ (1930).
(1980)
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