Hermann
Gustav
Goetz, der
Sohn einer
Königsberger
Kaufmannsfamilie,
erhielt
ziemlich
spät
Klavier- und
Kompositionsunterricht
in
Königsberg
von Louis
Köhler. Er
studierte
zunächst an
der
Universität
seiner
Heimatstadt
Mathematik
und Physik,
ging dann
aber in
Berlin zum
Studium der
Musik am
Sternschen
Konservatorium
über. Dort
unterrichtete
ihn in
Komposition
der aus
Schlesien
stammende
Hugo Ulrich,
Hans von
Bülow im
Klavierspiel
und Stern im
Dirigieren.
1863
übernahm er
an der
Winterthurer
Stadtpfarrkirche
die
Organistenstelle.
Eine früh
auftauchende
Lungentuberkulose
zwang ihn zu
dauerndem
Aufenthalt
in der
Schweiz,
unterbrochen
durch
gelegentliche
Reisen, auch
nach seiner
Heimatstadt
Königsberg.
1869
heiratete er
in
Winterthur
Laura Wirth.
1870 zog er
nach Zürich
um; noch
nicht 36
Jahre alt,
starb er in
Hottingen
bei Zürich
an
Schwindsucht
und damit an
der gleichen
Krankheit
wie die
beiden
anderen
großen
Königsberger
seiner Zeit,
Otto Nicolai
und Adolf
Jensen.
Im Gegensatz
zu den
Spätromantikern
hielt sich
Goetz als
Komponist an
die
Gepflogenheiten
der Wiener
Klassiker
und schrieb
Werke in
allen
musikalischen
Gattungen:
in der
Vokalmusik
Lieder,
Chor,
Kantaten und
Opern; in
der
Instrumentalmusik
Konzerte,
Symphonien
und eine
Ouvertüre,
Kammermusikkompositionen
für
verschiedene
Besetzungen
und eine
große Anzahl
von
Klaviermusik.
Außerdem war
er in Zürich
als
Musikkritiker
tätig. Mit
den großen
Komponisten
im deutschen
Sprachraum
pflegte er
persönliche
Beziehungen
oder stand
mit ihnen im
Briefwechsel.
Erfolgreich,
aber nicht
populär,
wurde Goetz
mit seiner
am 11.
August 1847
von Ernst
Frank in
Mannheim
uraufgeführten
Oper „Der
Widerspenstigen
Zähmung“.
Sie wurde
rasch in
vielen
europäischen
Großstädten
nachgespielt.
Goetz als
Komponist
ist heute
weitgehend
als Schöpfer
dieser
komischen
Oper
bekannt. Er
bereichert
damit die
ohnehin
nicht sehr
üppig
bedachte
romantisch
deutsche
komische
Oper. Seine
Klavier- und
Kammermusik
erfreute
sich einiger
Beliebtheit,
während er
mit seinen
Sinfonien
keinen all
zu großen
Anklang
fand.
Die
Schweizer
schätzen
Goetz hoch
und zählen
ihn zu den
namhaften
Komponisten
ihres
Landes.
Goetz
schrieb
unter
anderem drei
Kinderlieder
in Schweizer
Mundart.
Goetz zählt
zu den
interessanten
und
wichtigen
Gestalten
der Musik
der
deutschen
Romantik.
Lexika:
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[Artikel]
Goetz,
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[Artikel]
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Hubert
Unverricht