Emil Klein
besuchte die
Schule in
seinem
Heimatort
Mühlenbach
und in
Miskolcz. Im
Jahre 1915
trat er in
die
Lehrerbildungsanstalt
in Zipser
Neudorf (Spišska
Nová Ves;
Iglo) ein.
Sein
Lehrerstudium
mußte er im
Ersten
Weltkrieg
zweimal
unterbrechen,
um als ganz
junger Mann
Militärdienst
und
Kriegseinsatz
für
Österreich-Ungarn
zu leisten.
So konnte er
seine
Ausbildung
in Miskolcz
erste 1920
abschließen.
Mit zwei
Semestern
Studium der
Sprachwissenschaft
in Budapest
1920/ 21
erwarb Emil
Klein auch
die
Lehrbefähigung
für das
Lehramt an
Bürgerschulen
bzw.
Realschulen.
Ende 1921
trat der
junge
Lehrer
seinen
Schuldienst
an der
deutschen
zweiklassigen
Volksschule
in
Maltern (Maldur;
heute
Podhoraný)
im
Niederland
der Oberzips
an.
Als Lehrer
verstand
sich Klein
als Förderer
des
kulturellen
Lebens auf
dem Dorfe.
Daher
pflegte er
mit den
Schülern und
auch mit den
Erwachsenen
die Musik
und den
Gesang. So
kam er auch
zum
“Theaterspiel”
oder
Laienspiel.
Dafür
schrieb er
selber die
Stücke in
der Zipser
Mundart, um
das Typische
des
Dorflebens,
die
Verhaltensweisen
und Bräuche
der
bäuerlichen
Menschen
szenisch
darzustellen.
So entstand
aus seiner
Feder eine
Reihe von
Zipser
Mundartstücken,
die, auf
genauer
Beobachtung
beruhend,
humorvoll
Episoden aus
dem
täglichen
Leben der
deutschen
Dorfbewohner
auf die
Bühne
brachten.
Das
besonders
Wertvolle
daran ist
bis heute
die
urwüchsige
Sprache der
Oberzipser
Mundart, das
“Zepsersche”
oder “Potooksche”.
Diese
Schwänke
voller
poetischem
Elan hatten
Titel wie
Heiraten es
e schweres
Joch,
Wie man zu e
Weib kimmt
oder Wenn
mans von
Äugn kriegt.
1928 ging
Emil Klein
in die
Bezirksstadt
Kesmark an
die
fünfklassige
deutsch-evangelische
Volksschule
und
unterrichtete
von 1941 bis
1945 an der
staatlichen
Knabenbürgerschule
in Kesmark (Kežmarok).
Das
Kriegsende
1945 und die
Vertreibung
1946
brachten
Emil Klein
und seiner
Familie viel
Not und
Leid. Seine
neue Heimat
fand er in
Nordhessen,
doch erst
1950 erhielt
er eine
Hauptlehrerstelle
in
Sachsenberg,
später in
Mengeringshausen
und Vaake.
Noch 15
Jahre war er
im
Schuldienst
tätig, bis
er 1965 in
Pension
ging. Er
wurde 81
Jahre alt
und fand
seine letzte
Ruhestätte
in
Sachsenhausen/Waldeck.
Emil Klein
war ein
musischer
Mensch,
deshalb
schrieb er
weiter
Gedichte und
Prosaerzählungen,
zuerst noch
in seiner
geliebten
Zipser
Mundart,
zwischendurch
auch in
Hochdeutsch.
Viele seiner
Texte
veröffentlichte
er
regelmäßig
im
Karpatenjahrbuch.
Einige
seiner
Mundartgedichte
sind: Of
Foschong,
Der
Wochenmorkt,
Der Conde of
der Jogd,
Der Tronk,
Allejn, Die
Zeps, Der
Jakäübemorkt
(Jakobsmarkt).
Er malte
auch mit
großer Liebe
und wählte
hier meist
Motive aus
seiner alten
Heimat.
Erst nach
Kleins Tod
konnte im
Jahre 1984
seine
Ehefrau
zusammen mit
Ladislaus
Guzsak ein
Buch im
Eigenverlag
mit dem
Titel
Heimatliche
Klänge
herausbringen,
eine
Anthologie
seiner
künstlerischen
Arbeit.
Allerdings
fehlen die
Theaterstücke
in der
Zipser
Mundart, die
in Kesmark
geblieben
und nicht
mehr
auffindbar
sind. Viele
Gedichte in
Mundart,
lustige
Kurzgeschichten
und auch ein
Roman
bedürfen
noch der
Sichtung und
Veröffentlichung.
Quellen:
Rudolf
Ulreich:
Karpatendeutsches
Biografisches
Lexikon,
1988,
Herborn, S.
160-161. –
A. E.
Emeritzy:
Dem
Mundartdichter
Emil Klein
zum 75.
Geburtstag,
aus dem
Karpatenjahrbuch
1975, S.
145-147.
Guzsak
Ladislaus
und Klein
Helene:
Heimatliche
Klänge
(Gereimtes
und
Ungereimtes
aus dem
Nachlaß des
Oberzipser
Dichters und
Malers Emil
Klein),
Kassel 1984.
Hans
Kobialka