Geboren als Sohn des
Journalisten Paul von Kügelgen,
studierte Carlo von Kügelgen, ein Sproß der bekannten Kunstlerfamilie,
in Dorpat, Berlin und München
Jura. Er war von 1903 -1905 Mitarbeiter und von 1905 -1914
verantwortlicher Redakteur der deutschen „St. Petersburger Zeitung“,
zugleich von 1904 -1907 Lehrer der deutschen Literatur an der St.
Annenschule, seit 1907 Sekretär des St. Petersburger Deutschen
Bildungs- und Hilfsvereins und seit 1915 Lehrer an der St.
Katharinenschule. Nach seiner Übersiedlung nach Reval war er
(1917/1918) Lehrer der deutschen Sprache an der Domschule, 1918
Präses des Deutschen Lehrervereins und 1919 Chefredakteur der
„Revalschen Zeitung“. Nach der Ausweisung aus Estland lebte er von
1919 -1923 als Journalist und freier Schriftsteller sowie als Lehrer
an der Deutschen Schule in Helsinki. Im Jahre 1923 siedelte er nach
Berlin über, wo er von 1926 -1930 mit Adolf Eichler die „Deutsche
Post aus dem Osten“ herausgab, 1928 -1929 Redakteur am Deutschen
Pressedienst Hansa war, seit 1925 stellvertretender Vorsitzender der
Arbeitsgemeinschaft der Deutschen aus Rußland und Polen, seit 1926
Vorsitzender der Verbindung ausländischer Pressevertreter. 1930
folgte er einem Ruf als Hauptschriftleiter des „Bukarester
Tageblattes“ (bis 1932). Nach seiner Rückkehr nach Berlin war er
Mitarbeiter beim Antikomintern (bis 1945) und von 1936 -1941
Chefredakteur der „Deutschen Post aus dem Osten“.
Bibl.:
Deutschbaltisches biographisches Lexikon 1710 -1960 (Köln/Wien 1970).
(1976)