Gleichsam
die heutige
Brücke von
Bonn nach
Berlin
nachvollziehend,
so ist auch
der
Lebensweg
des einer in
mehreren
Generationen
wirkenden
Gärtnerfamilie
entsprossenen
Peter Joseph
Lenné
geprägt.
Sein Leben
begann in
Bonn, der
Höhepunkt
seines
Wirkens war
in Berlin
und Potsdam,
wo er auch
1866
gestorben
ist. Mit der
Gestaltung
der
Parkanlagen
in Potsdam
und in
Berlin wurde
er wohl der
berühmteste
preußische
Garten- und
Landschaftsarchitekt.
Sein Ruf,
wie auch
sein
Werdegang
weisen aber
weit über
den
preußischen
Rahmen
hinaus und
legen
Zeugnis
davon ab,
daß die
Metropole
Preußens
europäisch
international
geprägt war
und ist.
Der Name von
Peter Joseph
Lenné ist
denen der
ebenfalls
noch heute
weit
bekannten
Namen der
Gartenfachleute
Sckell und
Pückler an
die Seite zu
stellen. Der
erstere
schuf den
englischen
Garten in
München, der
zweite den
englischen
Landschaftspark
in Muskau an
der Oder.
Damit ist
ebenfalls
für Lenné
das
Stichwort
gegeben.
Auch Lenne
hat bei
seinem
Lehrer
Sckell in
München den
englischen
Landschaftspark
zu gestalten
gelernt und
diese Form
in Preußen
eingeführt,
aber nicht
nur dort,
sondern auch
auf dem
Lande, auf
den Gütern
der Mark
Brandenburg
und in
Mecklenburg.
Lenné, der
einer alten
Lütticher
Familie
entstammte,
ursprünglich
Le Neu
heißend,
begann seine
väterliche
Laufbahn bei
einem Onkel
in Brühl.
1809 ging er
auf Reisen.
Erst nach
Süddeutschland,
dann zwei
Jahre später
nach Paris.
Ein Jahr
lernte er
dort,
betrieb dort
Studien der
Botanik und
Architektur,
um
schließlich
bei F. L.
Sckell in
München in
die Lehre zu
gehen.
Weitere
Lehrjahre
folgten. In
Wien weilte
Lenné, 1812
arbeitete er
in
Schönbrunn,
dann in
Laxenburg.
So hatte
Lenné
bereits
europäische
Weite
bekommen,
als er 1816
als
Gartengehilfe
in Potsdam
anfing, und
zwar in
Sanssouci.
Lenné hat
die Berliner
und
Potsdamer
Gärten, wie
Sanssouci,
umgestaltet.
Das war
seine
Hauptarbeit,
aber in
äußerst
rigoroser
Art. So gab
er dem
Tiergarten,
dem
Schloßgarten
von
Charlottenburg,
seine bis in
die
Gegenwart
bestehende
Form.
Bemerkenswerterweiee
plante Lenné,
den
Tiergarten
1818 als
Volksgarten
auszubauen.
Dieser
sollte durch
Aufstellung
von
Denkmälern
in seiner
Gesamtheit
zu einem
„National-Denkmal“
werden!
1824 bekam
er in
Magdeburg
von den
Stadtvätern
den Auftrag,
auf dem
Klosterberge
bei
Magdeburg
einen
öffentlichen
Volkspark zu
gestalten,
der erste in
Deutschland.
Mit diesen
Planungen
von
Volksgärten
wirkte er
geradezu
modern, vor
allem mit
seinem
Bemühen, die
Parkanlagen
in die Stadt
miteinzubeziehen.
Im Jahre
1822
unternahm
Lenné eine
Studienreise
nach
England,
anschließend
nach
Italien.
Sein erster
Auftrag war,
den
sogenannten
neuen Garten
in Potsdam
in einen
englischen
umzuwandeln.
Es folgte im
selben Sinne
die
Umgestaltung
des Parkes
vom Gute
Klein
Glienecke
bei Potsdam.
Das Gut
gehörte
damals dem
preußischen
Staatsmann,
dem Grafen
von
Hardenberg,
im übrigen
Schwiegervater
des Fürsten
Pückler-Muskau.
Es folgte
dann der
sogenannte
Lustgarten,
der zwischen
dem
Potsdamer
Schloß und
der Havel
gelegen war.
Bereits 1822
wurde Lenné
Gartendirector,
1828
alleiniger
Director in
Berlin und
Potsdam. Im
Jahre 1854
erreichte er
schließlich
den äußeren
Höhepunkt
seines
Ruhmes mit
der
Ernennung
zum
preußischen
General-Director.
Es war das
Ziel von
Lenné, die
ganze Stadt
in eine
Parkanlage
einzubeziehen.
Aber auch
auf dem
Lande, wie
etwa auf dem
Gut
Reichenbach
in Pommern,
schuf er
eine
Gartenanlage,
die nicht
nur
beabsichtigte,
die
unmittelbare
Hofanlage
einzubeziehen,
sondern
gleichermaßen
das gesamte
Gutsgelände
sowie das
erweiterte
Areal nach
ökonomischen
und
ästhetischen
Gesichtspunkten
bedachte.
Unter dem
Stichwort
„Landesverschönerung“
ist diese
aus England
eingeführte
Sehweise
auch in
Deutschland
am Beginn
des 19.
Jahrhunderts
diskutiert
worden.
Lenné hat
sich darüber
hinaus für
den
Nachwuchs
eingesetzt.
Er schuf
eine
Lehranstalt
für Gärtner
und eine
Landesbaumschule,
auch
stiftete er
einen Verein
zur
Beförderung
des
Gartenbaus.
Unter dem
kunstsinnigen
preußischen
König
Friedrich
Wilhelm IV.
konnte sich
Lenné in
besonderer
Weise
entfalten.
Lenné starb
in Potsdam
im Jahre
1866.
Im Jahre
1966 wurde,
anläßlich
des 100.
Todestages
des großen
preußischen
Garten- und
Landschaftsarchitekten,
der „Lenné-Preis
des Berliner
Senats“
geschaffen.
Lit.:
ADB (E.
Wunschmann);
NDB (H.
Weierman);
G. Hinz,
P.J.L. und
seine
bedeutendsten
Schöpfungen
in Berlin
und Potsdam,
1937; H. F.
Wiepking,
Geordnete
Umwelt,
Fruchtbares
Land,
Menschliche
Wohlfahrt,
P.J.L. zum
Gedächtnis.
1966; D.
Hennebo,
Leben und
Werk P.
J.L.s In:
Beiträge zur
Landespflege,
3,1967. S.
1.
Hubertus
Neuschäffer