Nach
Beendigung
seines
Studiums der
Heilkunde an
der Berliner
Friedrich-Wilhelms-Universität
wurde
Bernhard
Nocht 1881
zum Doktor
der Medizin
promoviert.
In den
Jahren von
1883 bis
1892 diente
er als
Sanitätsoffizier
in der
Kaiserlichen
Marine.
Während
eines
Einsatzes in
Ostasien
erkrankte
Nocht an der
Malaria. Von
1887 bis
1890
arbeitete er
-
abkommandiert
nach Berlin
- unter
Robert Koch
am
Hygienischen
Institut der
dortigen
Universität.
Während der
furchtbaren
Cholera-Epidemie
des Jahres
1892 in
Hamburg trat
Nocht dort
die Stelle
eines
Hafenarztes
an, in der
er in
mustergültiger
und
vorbildlicher
Weise seinen
Dienst
versah.
Dank der
Initiative
Bernhard
Nochts wurde
im Jahre
1900 in
Hamburg das
Institut für
Schiffs- und
Tropenkrankheiten
gegründet,
eine
Einrichtung,
die unter
seiner
Leitung,
welche er
bis 1930
innehatte,
internationale
Bedeutung
erlangen
sollte. 1906
erfolgte
Nochts
Ernennung
zum
Titularprofessor,
1919 zum
ordentlichen
Professor
für
Tropenhygiene
an der
Hamburger
Universität.
Seit 1906
leitete er
darüber
hinaus das
gesamte
Hamburger
Medizinalwesen.
In der Zeit
des Ersten
Weltkrieges
erwarb sich
Nocht als
Berater
maßgeblicher
Stellen
große
Verdienste
bei der
Bekämpfung
von Seuchen
(Flecktyphus,
Malaria),
was
zahlreichen
Soldaten das
Leben
rettete.
1923 berief
man den
bereits
international
angesehenen
Forscher auf
Grund seiner
herausragenden
Leistungen
zum Mitglied
der
Hygiene-Kommission
des
Völkerbundes
sowie bald
darauf zum
Leiter von
dessen
Malaria-Kommission.
Er trat erst
im Jahre
1932 als
75jähriger
in den
Ruhestand.
Was Bernhard
Nochts
tropenhygienische
Arbeiten
betrifft, so
sind in
erster Linie
diejenigen
über die
Malaria
erwähnenswert:
So führte er
beispielsweise
die
Behandlung
dieser
Krankheit
mit Hilfe
kleiner
Chinindosen
ein. Des
weiteren
publizierte
er
grundlegende
Schriften
über die
Beriberi-Erkrankung.
Werke:
Vorlesungen
für
Schiffsärzte
der
Handelsmarine
über
Schiffshygiene,
Schiffs- und
Tropenkrankheiten,
Leipzig
1906. -
Tropenhygiene,
Berlin und
Leipzig 1908
(2. Aufl.
1923). -
Zusammen mit
M. Mayer:
Die Malaria,
Berlin 1918.
Lit.:
Biographisches
Lexikon der
hervorragenden
Ärzte der
letzten
fünfzig
Jahre, hrsg.
von I.
Fischer, II,
Berlin und
Wien 1933,
S. 1124f. -
E. Martini:
Bernhard
Nocht.
1857-1945,
in: Münch.
med. Wschr.
99 (1957),
S. 1985.
Werner E.
Gerabek