Ritter Emil
v. Skoda war
Großindustrieller
u. Gründer
der einst
berühmten
Skoda Werke
in Pilsen,
Sohn des
Landes-Sanitätsreferenten
Hofrat Franz
Ritter v.
Skoda (*
Pilsen
1801). Er
besuchte das
Gymnasium in
Eger und
Pilsen und
das
Polytechnikum
in Prag
sowie die
Technische
Hochschule
in Stuttgart
und
Karlsruhe.
Ingenieur in
Chemnitz und
Magdeburg.
1866 als
Oberingenieur
nach Pilsen
berufen, um
die Leitung
der Graf
Waldsteinschen
Maschinenfabrik
zu
übernehmen,
die er 1869
käuflich
erwarb. Aus
der
Maschinenfabrik
mit 33
Personen
entwickelten
sich durch
die rastlose
Tätigkeit
Skodas die
weltberühmten
Stahl- und
Waffenwerke,
die zum
Zeitpunkt
seines
Ablebens
mehr als
3000
Arbeiter
beschäftigten.
Schon 1885
erfolgte der
Bau der
Guß-Stahlhütte,
deren
Erzeugnisse
in kurzer
Zeit Weltruf
erlangten.
1886 wurde
die
Erzeugung
von
Kriegsmaterial
aufgenommen,
dem folgte
die Gründung
einer
Waffenfabrik.
In einer
besonderen
Abteilung
wurden
Kanonen und
Munition für
Kriegsschiffe
insbesondere
für die
österreichische
Kriegsmarine
erzeugt. In
seinem
Testament
vermachte er
80000 Kronen
für seine in
der Fabrik
alt und
erwerbsunfähig
gewordenen
Arbeiter.
Für die
Stadt Pilsen
hinterließ
er 10000
Kronen und
für seine
Bediensteten
bedeutende
Legate.
Schon zu
Lebzeiten
Skodas bis
zum heutigen
Tage wurde
von
tschechischer
Seite immer
wieder der
Versuch
unternommen,
aus dieser
Egerländer
Persönlichkeit
einen
Angehörigen
des
tschechischen
Volkes zu
machen. Dazu
gehört auch
das „S“ bei
„Skoda“.
Emil v.
Skoda, wie
alle anderen
berühmten
Familienmitglieder,
beute sich
stets zur
deutschen
Volksgruppe
und schrieb
sich immer:
Skoda. Emil
v. Skodas
hervorragende
Leistungen
wurden mit
höchsten
Auszeichnungen
anerkannt.
Er war
ständiges
Mitglied des
Österreichischen
Herrenhauses.
Lit.: E. Mayer, Pilsen, der wirtschaftliche Mittelpunkt Westböhmens,
in: Herzig
(1978). –
Alfred
Stingl, Die
Familie
Skoda, in:
Der
Heimatkreis
Mies (1962).
Quelle: Egerländer Biographisches
Lexikon mit
ausgewählten
Personen aus
dem
ehemaligen
Reg.-Bez.
Eger, Band
2, Männedorf
1987.
Abdruck mit
freundlicher
Genehmigung
des
Verfassers.
Josef
Weinmann