Geboren
wurde der in
Bonn sehr
beliebte
Kirchenhistoriker
Prof. Dr.
Dr. Bernhard
Stasiewski
in
Berlin-Rixdorf,
seine Eltern
stammten
jedoch aus
Westpreußen.
Daraus ergab
es sich, daß
er schon als
Gymnasiast
nicht nur
die Heimat
seiner
Eltern,
sondern auch
die Polen
und ihre
Sprache
kennenlernte.
Da seine
Geburtsstadt
noch als
Fürstbischöflicher
Delegaturbezirk
für die Mark
Brandenburg
und Pommern
der Diözese
Breslau
unterstellt
war,
studierte er
Theologie an
der
Breslauer
Universität
und empfing
die
Priesterweihe
1929 durch
Adolf
Kardinal
Bertram. Von
1929 bis
1930 war er
als Kaplan
an St. Peter
und Paul in
Nauen und
St. Pius in
Berlin
tätig. Von
1931 bis
1958 wirkte
er als
Hausgeistlicher
am
Knaben-Waisenhaus
der Armen
Brüder vom
hl.
Franziskus
Seraphicus
in
Berlin-Moabit.
Von 1929 bis
1932 setzte
er seine
Studien an
der Berliner
Universität
fort und
promovierte
1933 mit
einer
Dissertation
über die
polnische
Kirchengeschichte.
Dieses
Spezialgebiet
der
Kirchengeschichtsschreibung
ist sein
erstes sowie
ein von ihm
bis zuletzt
mit
besonderer
Vorliebe und
großer
Sorgfalt
betriebenes
Forschungsgebiet
geworden.
Aber auch in
vielen
anderen
Bereichen
der
Kirchengeschichte
leistete
Bernhard
Stasiewski
grundlegendes.
Die Zahl
seiner
wissenschaftlichen
Publikationen
beträgt mehr
als 600. In
der Zeit von
1935 bis
1942 nahm
Bernhard
Stasiewski
einen
Lehrauftrag
für
polnische
Geschichte
an der
Universität
Berlin wahr.
Nach dem
Krieg, den
er als
dienstverpflichteter
Sprachmittler
bei der
Deutschen
Wehrmacht in
Berlin
überlebte,
konnte er
zunächst
seine
Lehrtätigkeit
am
Katholischen
Bildungswerk
der Diözese
Berlin
wiederaufnehmen
(1946-1951),
dann
dozierte er
von 1949 bis
1952 an der
Deutschen
Hochschule
für Politik
in Berlin,
von 1953 bis
1958 am
Osteuropa-Institut
der Feien
Universität
Berlin.
Außerdem
leitete er
von 1943 bis
1958 den
Diözesangeschichtsverein
im Bistum
Berlin.
Die vom
Krieg
verhinderte
theologische
Promotion
holte
Bernhard
Stasiewski
bei seinem
Lehrer,
Professor
Franz Xaver
Seppelt,
1952 in
München nach
und
habilitierte
sich 1958 im
Fach
Kirchengeschichte
bei
Professor
Hubert Jedin
in Bonn.
1959
siedelte er
nach Bonn
über, wo er
an der
Katholisch-Theologischen
Fakultät der
Universität
am 15. März
1961 eine
Dozentur, am
7. November
1962 einen
neu
eingerichteten
Lehrstuhl
für Neuere
und Neueste
Kirchengeschichte
und die
Kirchengeschichte
Osteuropas
erhielt.
Dekan der
Katholisch-Theologischen
Fakultät war
er im
akademischen
Jahr
1966/67,
Wahlsenator
der Fakultät
von 1967 bis
1969 und von
1971 bis
1973. Von
1972 bis
1981 war er
Vorsitzender
der
Kommission
der Bonner
Universität
für das
Studium der
deutschen
Geschichte
und Kultur
im Osten.
Von 1965 bis
1969 war er
Vorsitzender
der
Arbeitsgemeinschaft
der
Katholisch-Theologischen
Fakultät
und der
Philosophisch-Theologischen
Hochschulen
Deutschlands.
Nach seiner
Emeritierung
1974 hielt
er bis 1987
kirchengeschichtliche
Vorlesungen
an der
Studienanstalt
für
Spätberufene
St.
Lambert in
Lantershofen.
1974 bis
1984 wirkte
er als
Präsident
des
Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrates
in Marburg,
dessen
Ehrenpräsident
er später
wurde. Von
1961 bis
1984 leitete
er das
Institut für
ostdeutsche
Kirchen- und
Kulturgeschichte,
seit 1984
war er
dessen
Ehrenvorsitzender.
In Bonn half
Bernhard
Stasiewski
in der
Seelsorge
der Pfarrei
St. Marien
von 1959 bis
1971 aus. In
Ittenbach,
wo er seit
1971 wohnte,
war er in
der Pfarrei
„Zur
schmerzhaften
Mutter“
tätig. Von
1967 bis
1987 war er
berufenes
Mitglied des
Priesterrates
des
Erzbistums
Köln, von
1969 bis
1978
Mitglied der
Ökumenischen
Kölner
Bistumskommission.
Die Kirche
zeichnete
ihn 1969
durch
Ernennung
zum
päpstlichen
Ehrenkaplan
mit dem
Titel
Monsignore
und 1975 zum
päpstlichen
„Ehrenprälaten
aus. Der
Staat
verlieh ihm
1971 das
Verdienstkreuz
erster
Klasse und
1986 das
Große
Verdienstkreuz
des
Verdienstordens
der
Bundesrepublik
Deutschland.
1981 erhielt
er den
Dehio-Preis
für Kultur-
und
Geistesgeschichte,
1985 die St.
Hedwigs-Medaille
in Würdigung
der
besonderen
Verdienste
um Erhaltung
und
Entfaltung
der
Erzdiözese
Breslau in
der
Vertreibung.
Seine
Schüler und
Mitarbeiter
ehrten ihn
1975 und
1980 durch
zwei
Festschriften.
Lit.:
Gabriel
Adriányi u.
Joseph
Gottschalk
(Hrg.),
Festschrift
für Bernhard
Stasiewski.
Beiträge der
ostdeutschen
und
osteuropäischen
Kirchengeschichte,
Köln-Wien
1975;
Gabriel
Adriányi
(Hrg.),
Festgabe für
Bernhard
Stasiewski
zum 75.
Geburtstag,
Leverkusen-Opladen
1980.
Gabriel
Adriányi