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Michael Zöllner (bürgerlicher Name Karl Olma), der einer bäuerlichen
Familie entstammt, besuchte die deutsche Volksschule seines ehemals
westgalizischen Heimatdorfes und das deutsche Gymnasium in Bielitz/Ostschlesien
(1934 Abitur). Über 40 Jahre lang war er dann – ausgenommen seine 35
Kriegsdienstmonate bei der Marine – als Tagesjournalist, längere Zeit
als stellv. Chefredakteur im DONAU KURIER und schließlich nur noch als
freier Schriftsteller tätig. Nahezu sein ganzes literarisches Schaffen –
neben einer großen Zahl von Zeitungsartikeln und Rundfunkbeiträgen – vor
allem Aphorismen, Erzählungen, Lyrik und Übersetzungen aus dem
Polnischen – ist seiner ostdeutschen Heimat oder Ostthemen im
allgemeinen gewidmet.
Seine bedeutendsten Bücher: „Pflüger im Nebel“, 1960/63 (2. Aufl.
vergriffen), Tatsachenroman aus den Jahren 1938-1958; „Ostschlesisches
Credo“, 1963, Gedichte; „Kolenden“, 1965, Übersetzung der 25 schönsten
polnischen Weihnachtslieder; „Nennt sie Erbsünde“, 1981, neue Gedichte;
„Hahnenschreie“, 1982, Aphorismen; und „Heimat Alzen“, 1983, eine
Chronik über 550 Jahre wechselvoller Geschichte. Noch im Sommer 1983
beendete er im Auftrag der mittelfränkischen Marktgemeinde Nennslingen
das Schauspiel „Die Meuterei von Ulm“, in dem er auf Grund bisher
geheimgehaltener Akten den durch Rufmord verurteilten k. u. k.
Feldmarschalleutnant Karl Mack zu rehabilitieren versucht. Zwei Goldene
Ehrennadeln und drei Literaturpreise wurden ihm bisher zuerkannt.
Hans
Jauer (1983)
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