Der
„preußische
Jude Arnold
Zweig“
(Marcel
Reich-Ranicki)
wurde am 10.
November
1887 in
Glogau/Niederschlesien
als Sohn des
Sattlermeisters
und
Getreidehändlers
Adolf Zweig
und seiner
Ehefrau
Bianca von
Spandow
geboren. Im
Jahr 1896
zog die
Familie
Zweig, nach
dem
Niedergang
des
Getreidehandels,
nach
Kattowitz/Oberschlesien,
wo Arnold
Zweig 1907,
nachdem er
ein Jahr
ausgesetzt
hatte, um
eine
Buchhändlerlehre
zu beenden,
das Abitur
bestand und
zum Studium
nach
Breslau,
München,
Göttingen,
Rostock und
Berlin ging.
Hier belegte
er nicht nur
die Fächer
Germanistik,
neuere
Sprachen,
Philosophie,
Psychologie,
Kunstgeschichte,
sondern auch
Nationalökonomie.
Während des
Studiums,
das sich
über sieben
Jahre zog,
ohne dass
die geplante
Dissertation
beendet
worden wäre,
las er die
Schriften
dreier
Autoren, die
ihn stark
beeinflussten:
Friedrich
Nietzsches
(1844-1900),
Max Schelers
(1874-1928)
und vor
allem des
aus dem
orthodoxen
Ostjudentum
stammenden
Religionsphilosophen
Martin Buber
(1878-1965).
Außerdem
begann er zu
schreiben;
sein drittes
Prosabuch
Novellen um
Claudia
erschien
1912, für
sein zweites
Theaterstück
Ritualmord
in Ungarn
(1914) bekam
er 1915 den
angesehenen
Kleist-Preis
verliehen.
Am 24. April
1915 wurde
er zu einer
Armierungskompanie
nach Küstrin/Oder
eingezogen
und im
August zum
„Landsturmmann“
befördert.
Erste
Einsätze
waren in
Ungarn und
Serbien,
dann an der
Westfront in
Lille und
bis 1917 vor
Verdun.
Mitten im
Krieg
heiratete er
in Berlin,
während
vierer Tage
Fronturlaub,
am 5. Juli
1916 seine
Base
Beatrice,
eine
Malerin, die
ihm 1920 und
1924 die
Söhne
Michael und
Adam
schenkte.
Zunehmend
entsetzt war
er über die
Behandlung
der Juden in
den
kaiserlichen
Armeen
Deutschlands
und
Österreichs,
was sich
noch
steigern
sollte, als
das
Kriegsministerium
in Berlin am
16. Oktober
1916 eine
Judenzählung
(Arnold
Zweig) in
der Armee
ankündigte.
Bitter
beschwerte
er sich über
solche
Aktionen,
die seine
Neigungen
zum
Pazifismus
und
Zionismus
verstärkten,
in Briefen
an Martin
Buber. Seit
1916 setzte
er sich auch
mit den
anarchistischen
und
pazifistischen
Schriften
des
jüdischen
Sozialisten
Gustav
Landauer
(1870-1919)
auseinander,
der am 2.
Mai 1919
wegen der
Beteiligung
an der
Münchner
Räterepublik
im Zuchthaus
Stadelheim
ermordet
werden
sollte. Die
Spuren, die
dieses
Studium in
seinem
literarischen
und
essayistischen
Werk legte,
sind
unübersehbar,
noch 1949
veröffentlichte
er einen
Aufsatz über
Gustav
Landauer.
Im Frühjahr
1917
schließlich,
als ihn der
Stellungskrieg
an der
Westfront
zermürbt
hatte, wurde
er in die
Presse-Abteilung
des
Oberbefehlshabers
Ober-Ost
berufen, wo
er im
polnischen
Białystok
und im
litauischen
Kaunas
stationiert
war. Wegen
des
Februaraufstands
in St.
Petersburg,
dem dann die
Oktoberrevolution
folgte,
herrschte
Waffenruhe
an der
Ostfront.
Hier
begegnete er
auf seinen
Dienstreisen
dem
Ostjudentum,
wie nach dem
Krieg auch
der
deutsch-jüdische
Schriftsteller
Alfred
Döblin
(1878-1957)
aus Stettin,
was seine
Hinwendung
zu
zionistischen
Positionen
verstärkte –
seine
Nachkriegsaufsätze
wie Das
ostjüdische
Antlitz
(1920)
bezeugen es.
Am 9.
November
1918, als in
Berlin die
Monarchie
gestürzt
wurde, war
er noch
Soldat in
Kaunas und
gewillt, im
revolutionären
Soldatenrat
von Wilna
mitzuarbeiten,
musste aber
dort
erfahren,
dass Juden
unerwünscht
seien. So
fuhr er im
Dezember
1918 zurück
nach Berlin,
verfiel in
heftige
Depressionen
wegen des
erlittenen
Kriegstraumas,
ein Zustand,
der erst
nach sieben
Jahren
überwunden
war, als er
1925 am
Grischa-Roman
arbeitete.
Im Sommer
1919 aber
studierte er
noch ein
Semester in
Tübingen,
bewohnte
dann allein
ein Zimmer
am
Starnberger
See und
lebte von
den
kärglichen
Honoraren,
die er als
Mitarbeiter
jüdischer
Zeitungen
und
Zeitschriften
verdiente.
Bereits vier
Jahre später
aber, noch
vor dem
Hitler-Putsch
am 9.
November
1923,
verließ er,
durch
anonyme
Drohungen
und
Schmähschriften
beunruhigt,
Bayern
wieder, ging
zurück in
die
Reichshauptstadt
zu Frau und
Kind und
wurde
Redakteur
der
zionistischen
Zeitschrift
Jüdische
Rundschau.
Im Mai 1925
schon schied
er aus der
Redaktion
aus, als er
den Plan
gefasst
hatte, das
noch
unaufgeführte
Grischa-Stück
zu einem
Roman
umzuarbeiten.
Es wurde
schließlich
eine
sechsbändige
Romanfolge
über den
Ersten
Weltkrieg,
die als
Grischa-Zyklus
bekannt
wurde und
deren
letzter Band
Die Zeit
ist reif,
erst 1957
erscheinen
sollte.
Am 14. März
1933 floh
Zweig,
nachdem er
noch 1929
Vorsitzender
des
Schutzverbands
Deutscher
Schriftsteller
geworden
war, aus dem
nationalsozialistischen
Deutschland
über Prag,
Wien, die
Schweiz nach
Sanary-sur-mer,
einem
Fischerdorf
in
Südfrankreich,
einem
Zentrum
deutscher
Exilschriftsteller
auf der
Flucht nach
Übersee, und
am 15.
Dezember
1933 von
Marseille
nach
Haifa/Palästina;
drei Jahre
später wurde
ihm von den
Nationalsozialisten
die deutsche
Staatsbürgerschaft
entzogen
(1936). In
Palästina,
wo er
1942/43
Mitherausgeber
der
Exilzeitschrift
Orient
war, fühlte
er sich
fremd,
ausgegrenzt
wie alle
deutschen
Juden, die
Jeckes,
zumal er
sich
weigerte,
fast
erblindet,
wie er war,
die
hebräische
Sprache zu
erlernen.
Immerhin
erschien
sein
außerhalb
des
Grischa-Zyklus
geschriebener
Roman Das
Beil von
Wandsbek
über die
Anpassung
der
Durchschnittsdeutschen
an den
NS-Alltag
zunächst in
hebräischer
Sprache
(1943), in
der
deutschen
Erstausgabe
erst drei
Jahre später
(Stockholm
1946).
Über Prag
kehrte
Arnold Zweig
1948 nach
Berlin
zurück, nahm
als
bekennender
Sozialist
Wohnung im
Ostsektor,
wurde nach
DDR-Gründung
am 7.
Oktober 1949
Abgeordneter
der
Volkskammer
(1949-1967),
bekam 1950
den
DDR-Nationalpreis
verliehen
und 1952 die
Ehrendoktorwürde
der
Karl-Marx-Universität
in Leipzig.
In der
Nachfolge
Heinrich
Manns
(1871-1950)
wirkte er
drei Jahre
als
Präsident
der
Akademie der
Künste
und wurde
1957, in der
Nachfolge
Bertolt
Brechts
(1898-1956),
Präsident
des
Deutschen
PEN-Zentrum
Ost und West.
In Moskau
bekam er
1958 den
„Internationalen
Lenin-Friedenspreis“
zugesprochen,
den
Professorentitel
erhielt er
1962; der
Grischa-Roman
wurde 1968
von der DEFA
verfilmt.
Arnold Zweig
verstarb,
alt und müde
geworden, am
26. November
1968 in
Ostberlin.
Mit den vier
ersten
Romanen
seines
schließlich
sechsbändigen,
nie
abgeschlossenen
Grischa-Zyklus
hat Arnold
Zweig einen
deutschen
Beitrag zur
Weltliteratur
geleistet,
ohne dass er
freilich
jemals einen
internationalen
oder auch
nur einen
westdeutschen
Literaturpreis
dafür
bekommen
hätte. Weil
er sich 1948
politisch
für die
Sowjetzone
entschieden
hatte, wurde
er als
überragender
Schriftsteller
der Weimarer
Zeit und der
deutschen
Emigration
nach 1933,
ähnlich wie
Anna Seghers
(1900-1983),
die 1950
nach
Ostberlin
übergesiedelt
war, nicht
mehr
wahrgenommen!
Seine
Erzählungen
und Romane
blieben in
westdeutschen
Verlagen
ungedruckt
oder wurden
nicht
gelesen, und
unbeachtet
von der
Literaturwissenschaft
bis zu
Marcel
Reich-Ranickis
Essay Der
preußische
Jude Arnold
Zweig
(1963), der
aber
folgenlos
blieb. Erst
in den
Jahren nach
1981
begannen die
Romane und
Erzählungen
in
Taschenbuch-Ausgaben
zu
erscheinen.
Trotz des
Titels
Novellen um
Claudia
(1912) ist
der vierte
Prosaband
Arnold
Zweigs, nach
der
Erzählung
Vorfrühling
(1909), den
Aufzeichnungen
einer
Familie
Klopfer
(1911) und
der
Erzählung
Kleiner Held
(1912),
eindeutig
ein Roman,
der noch
ganz dem um
die
Jahrhundertwende
verbreiteten
Ästhetizismus
verpflichtet
ist. In
sieben, um
eine
„unerhörte
Begebenheit“
(Goethe)
konzentrierten
Kapiteln
werden die
Stationen
eines
Liebesverhältnisses
zwischen der
schönen,
klugen und
reichen
Claudia
Eggeling und
dem
hochbegabten,
aber
unvermögenden
Privatdozenten
Walter Rohme
zwei Jahre
vor
Kriegsbeginn
und sechs
Jahre vor
dem
Untergang
des
Kaiserreiches
ausgebreitet.
Der Autor
ist nicht
nur belesen
in
zeitgenössischer
Literatur,
sondern weiß
auch mit der
Psychoanalyse
Siegmund
Freuds
(1856-1939),
mit dem er
später
befreundet
sein und am
21. März
1927 einen
Briefwechsel
zu führen
beginnen
wird,
umzugehen.
In allen
sieben, aus
wechselnden
Perspektiven
erzählten
Novellen
wird der
Liebesprozess
zum
Erkenntnisprozess,
zu einer
Folge von
Bekenntnissen
der
Liebenden
voreinander,
wodurch die
gesellschaftlichen
Mauern, die
zwischen
ihnen
aufgerichtet
sind,
niedergerissen
werden.
Der
Streit um
den
Sergeanten
Grischa,
Arnold
Zweigs
berühmtester
Roman, wurde
1927 in der
Frankfurter
Zeitung
vorabgedruckt
und erschien
1928 in der
Buchfassung.
Schon 1917
konzipiert
und 1921 als
Drama Das
Spiel um den
Sergeanten
Grischa
(Berliner
Uraufführung
1930)
niedergeschrieben,
war
eigentlich
als
Mittelstück
einer
Trilogie des
Übergangs
gedacht,
wurde dann
aber der
erste Band
eines
sechsbändigen
Romanzyklus,
dem der
Autor selbst
den Titel
gab: Der
große Krieg
der weißen
Männer.
Zwei Bände
davon
erschienen
noch in der
Weimarer
Republik,
zwei weitere
während der
Emigration
und die
beiden
letzten in
Ostberlin.
Der Zyklus
blieb
unvollendet,
am siebten
Band Das
Eis bricht
(1969,
Fragment)
hat Arnold
Zweig bis
zuletzt
gearbeitet.
Die Handlung
des ersten
Bandes
entsteht aus
einem
novellistischen
Kern, einer
lebensbedrohenden
Konfliktsituation
zwischen
Individuum
und Staat,
dargestellt
an einem
russischen
Kriegsgefangenen
an der
Ostfront:
Der Sergeant
Jurij
Iljitsch
Prapotkin
flieht, von
unbändigem
Heimweh
getrieben,
aus einem
deutschen
Gefangenenlager
weit hinter
der Front
und stößt in
den dichten
Wäldern
Polens auf
eine
Partisanengruppe,
die unter
dem Befehl
einer Frau
steht. Babka
und Grischa
verlieben
sich
ineinander,
sie bringt
ihm die
Uniform
eines
gefallenen
Kameraden
und rät ihm,
sollte er
noch einmal
in deutsche
Gefangenschaft
geraten,
sich unter
falschem
Namen als
Überläufer
auszugeben.
Was er nicht
weiß, ist,
dass sich
übergelaufene
Feindsoldaten
nach
deutschem
Kriegsrecht
binnen
dreier Tage
zu stellen
haben, nicht
aber, wie in
diesem Fall,
erst nach
mehreren
Wochen. Als
Grischa als
vermeintlicher
Spion von
einem
deutschen
Kriegsgericht
zum Tod
durch
Erschießen
verurteilt
wird,
enthüllt er
seine wahre
Identität,
die von der
Justizabteilung
der Division
Lychow
überprüft
wird. Durch
einen Zufall
aber erfährt
Generalmajor
Schlieffenzahn,
in dem
unschwer
General
Erich
Ludendorff
(1865-1937)
zu erkennen
ist, von
diesem
Vorfall,
zieht den
Fall an
sich, wobei
er sich in
die
preußisch-deutsche
Militärgerichtsbarkeit
einmischt,
und
befiehlt,
auch wegen
der
wachsenden
Kriegsmüdigkeit
bei den
eigenen
Soldaten,
den
russischen
Gefangenen
zu
überstellen
und zu
erschießen.
Hieraus
entwickelt
sich ein
über Monate
andauernder
Streit um
den
Sergeanten,
weil General
von Lychow,
in seinem
preußischen
Rechtsbewusstsein
verletzt,
die
Auslieferung
verweigert.
Bei einer
Aussprache
der beiden
Kontrahenten
aber erfährt
Lychow, dass
Schlieffenzahn
bereits
gehandelt
und die
Erschießung
angeordnet
hat, die
einen Tag
später
vollstreckt
wird.
Mit diesem
Justizmord
an einem
russischen
Soldaten
führte der
„preußische
Jude“
Arnold Zweig
den im
Ersten
Weltkrieg
aufbrechenden
Konflikt
zwischen den
Trägern
altpreußischer
Tugenden,
ihrer
„politischen
Theologie“
(Arnold
Zweig), und
den
kaltblütigen
und
rücksichtslosen
Vertretern
des
preußischen
Imperialismus,
denen der
Einzelmensch
nichts gilt,
vor. Die
Allianz
zwischen
altpreußischen
Militärs und
jüdischen
Intellektuellen
im Heer
steht für
einen
Humanismus,
der
antiquiert
erscheint.
Während der
erste Roman
im dritten
Kriegsjahr,
wenige
Monate vor
dem Ausbruch
der
Russischen
Oktoberrevolution
1917 spielt,
ging Arnold
Zweig mit
dem zweiten
Junge
Frau von
1914
(1931)
zurück in
die Jahre
1914/16.
Hier erkennt
man deutlich
die
gewaltige
Aufgabe, die
sich der
jüdische,
von Preußen
Abschied
nehmende
Schriftsteller
mit seinem
Kriegsepos
gestellt
hat:
Kernroman
ist Der
Streit um
den
Sergeanten
Grischa
mit dem
Kriegsgeschehen
von 1917, um
den herum
der Erste
Weltkrieg in
Beginn,
Verlauf und
Ende aus
gesellschaftskritischer
Perspektive
mit
literarisch
überzeugenden
Mitteln
eingefangen
wird. Noch
im sechsten,
dem letzten
Roman des
Zyklus
Die Zeit ist
reif
(1957) wird
das
Vorkriegsjahr
1913/14
beschworen.
Im zweiten
Band geht es
um den
jüdischen
Schriftsteller
Werner
Bertin, der,
wie Arnold
Zweig auch,
im Oktober
1915 als
Armierungssoldat
nach Küstrin/Neumark
einberufen
wird, und um
seine
Verlobte
Lenore Wahl,
Tochter
eines
jüdischen
Bankiers und
Studentin an
der
Friedrich-Wilhelms-Universität
in Berlin.
Während der
künftige
Schwiegervater
durch seine
geschäftlichen
Verbindungen
den
Munitionsbedarf
der
kaiserlichen
Armee deckt,
fährt
Lenore, so
oft es ihr
möglich ist,
von Berlin
nach Küstrin,
was nicht
ohne Folgen
bleibt: Sie
wird
schwanger!
Da eine
uneheliche
Geburt als
unauslöschbare
Schande
gilt, wird
das Kind
abgetrieben.
Als Lenores
Vater vom
Plan
preußischer
Generäle
erfährt, die
jüdischen
Einwohner
großer
Etappenstädte
an der
Ostfront
festzunehmen
und sie
gegen ihren
Willen auf
neutralen
Schiffen in
die
Vereinigten
Staaten
abzuschieben,
gerät sein
Weltbild ins
Wanken,
weshalb er
auch gegen
die Ehe
seiner
Tochter mit
dem nicht
standesgemäßen
Schriftsteller
Werner
Bertin keine
Einwände
mehr
vorzubringen
hat. Die
Hochzeit
findet, wie
bei Arnold
Zweig, im
Juli 1916
statt.
Mit dem
dritten
Roman
Erziehung
vor Verdun
(1935)
widerlegte
der Autor
die
Kriegslügen,
wie sie in
der
kriegsverherrlichenden
Literatur
der Weimarer
Republik
gepflegt
wurden.
Gemeint
waren der
Roman In
Stahlgewittern
(1920) Ernst
Jüngers
(1895-1998),
Werner
Beumelburgs
(1899-1963)
Roman
Gruppe
Bosemüller
(1930), die
Kriegslyrik
Karl Brögers
(1896-1944)
und die
Romane Karl
Schauweckers
(1890-1964).
Es gab aber
auch eine
gegen den
Krieg
gerichtete
Literatur,
deren
wichtigste
Vertreter
Erich Maria
Remarque
(1898-1970)
mit dem
Roman Im
Westen
nichts Neues
(1928) und
Ludwig Renn
(1889-1979)
mit dem
Roman
Krieg
(1928)
waren. In
diese Gruppe
gehörte auch
Arnold
Zweig, der
diesem
Kriegsmythos
den
Kriegsalltag
an der
Westfront
gegenüber
stellte und
dadurch die
Legenden vom
Heldentod
zerstörte.
In einem
breit
angelegten
Gesellschaftspanorama
schilderte
er die
bitteren
Erfahrungen
des
Intellektuellen
Werner
Bertin, der
„vor
Verdun
erzogen“
wird und
nach einem
Ausweg
sucht.
Im vierten
Band
Einsetzung
eines Königs
(1937)
werden die
letzten
Kriegsmonate
von Februar
bis Oktober
1918
beschrieben.
Es geht um
die
Installierung
eines
Königshauses
in Litauen,
das 1917 aus
dem
Zarenreich
ausgeschieden
war, nachdem
es mit der
dritten
Polnischen
Teilung 1795
Russland
angegliedert
worden war.
Jetzt sollte
ein
litauischer
König als
Midaugas II.
mit seinem
Land ein
monarchistisches
Bollwerk
bilden, um
die
revolutionären
Auswirkungen
der
Oktoberrevolution
einzudämmen.
In
Wirklichkeit
aber sollte
Litauen
durch
wirtschaftliche
Verflechtungen
Satellit des
Deutschen
Reiches
werden.
Der fünfte
Roman Die
Feuerpause
(1954)
schließt
zeitlich an
den ersten
von 1927 an
und umfasst
die Zeit von
November
1917 bis
Januar 1918.
Er wurde
schon 1930,
vor der
Emigration,
begonnen und
1952/53
beendet. In
der
Rahmenhandlung
werden die
Reaktionen
der
kriegsmüden
Soldaten an
der Ostfront
auf das
Friedensangebot
des
revolutionären
Russland
geschildert.
Werner
Bertin ist
inzwischen
Stabsschreiber
des Generals
von Lychow
geworden und
hat sich
immer
stärker
sozialdemokratischen
Positionen
angenähert.
Die
Feuerpause
im Winter
1917/18 gibt
ihm
Gelegenheit,
seine
Kriegserlebnisse
zu
reflektieren.
Er gewinnt
den
Unteroffizier
Woldemar
Greulich zum
Freund, im
Zivilberuf
Lehrer,
politisch
überzeugter
Sozialist.
Beide kennen
den Soldaten
Hein
Jürgens, der
1916 vor ein
Kriegsgericht
gestellt
wurde, weil
er sich
geweigert
hatte, zwölf
Stunden am
Tag Munition
zu entladen.
Werner
Bertin hat
ihn damals
verteidigt
und
erreicht,
dass er in
einer
Gefangenenkompanie
zum
Ernteeinsatz
geschickt
wurde. Auch
der
sozialdemokratische
Soldat Ignaz
Naumann, der
der
russischen
Verhandlungsdelegation
gedankt
hatte,
deshalb von
einem
Unteroffizier
niedergeschlagen
worden war
und als
Landesverräter
vor ein
Kriegsgericht
gestellt
werden soll,
wird von
Werner
Bertin
verteidigt.
Im Lazarett
erfährt er
von den
meuternden
Matrosen in
Wilhelmshaven
und vom
Aufstand der
Kieler
Matrosen,
die das nahe
Kriegsende
ankündigen.
Während der
Arbeit am
Grischa-Zyklus
hat Arnold
Zweig noch
drei weitere
Romane
geschrieben
wie
Versunkene
Tage
(1938) und
Traum ist
teuer
(1962), der
dritte
Das Beil von
Wandsbek
(1943) ist
zweifellos
der
bedeutendste.
Die
Romanhandlung
von 1937/38
beruhte auf
einem
authentischen
Vorfall, den
der Autor in
der Prager
Deutschen
Volkszeitung
vom 18.
April 1937
gelesen hat.
Berichtet
wurde dort
von einem
Hamburger
Schlachtermeister
und SS-Mann,
der vom
Gericht den
Auftrag
bekommt,
vier
Kommunisten
zu köpfen,
mit dem
Blutgeld
möchte er
sein
Geschäft
sanieren.
Aber die
insgeheim
vollzogene
Exekution
wird
öffentlich
bekannt, die
Kunden
bleiben weg
im Laden,
der
Schlachter
begeht
Selbstmord.
Aber den
breiten
Widerstand,
den diese
Zeitungsmeldung
suggerierte,
gab es nicht
in
Deutschland.
Das war
Wunschdenken
deutscher
Emigranten,
wie
Hans-Albert
Walter 1985
in einem
Aufsatz
nachgewiesen
hat. Die
Kunden
blieben
nicht aus
politischer
Opposition
und
Solidarität
mit den
Opfern fern,
sondern weil
sie
argwöhnten,
das Mordbeil
könnte auch
weiterhin in
der
Schlachterei
Verwendung
finden.
Bei Arnold
Zweig heißt
der
Schlachtermeister
aus
Hamburg-Wandsbek
Albert
Teetjen,
dessen
Geschäft
wegen der
wachsenden
Konkurrenz
der
Warenhäuser
kaum noch
Umsätze
macht. Also
nimmt er das
Angebot der
Hamburger
Justizbehörden
und der
Gauleitung
an, das ihm
ein
befreundeter
Reeder, ein
Kamerad aus
dem Krieg
1914/18,
vermittelt.
Die Köpfe
der vier
Verurteilten
des
Reeperbahnprozesses
sollten
abgeschlagen
sein, so der
Auftrag,
bevor der
Führer
in Hamburg
die
Grundsteinlegung
für die neue
Elbehochbrücke
vornimmt.
Als die
Ärztin Käte
Neumeier,
die einen
der
Todeskandidaten
kennt und
die aus
dienstlichen
Gründen der
Hinrichtung
beiwohnen
musste, bei
einem
Ausflug nach
Hamburg-Stellingen
den Mann
wieder
erkennt, der
hinter der
Henkersmaske
verborgen
war, geht
die
Nachricht
von Mund zu
Mund. In
ihrer
Verzweiflung
begeht Stine
Teetjen, die
Ehefrau,
Selbstmord,
ihr Mann
folgt ihr in
den Tod.
Arnold Zweig
hat in
diesem, 1951
von der DEFA
in
Potsdam-Babelsberg
verfilmten
Roman, ein
breites
Panorama der
sozialen
Schichten in
Hamburg,
zwei Jahre
vor
Kriegsbeginn
1939,
ausgefaltet.
Diese
schriftstellerische
Leistung ist
der von Anna
Seghers mit
ihrem Roman
Das
siebte Kreuz
(1942)
vergleichbar.
Beide Romane
zeigen, wie
Durchschnittsbürger
auf
Diktaturen
reagieren,
ohne dass
ihre
Verfasser
über
entsprechende
Erfahrungen
mit dem
nationalsozialistischen
Alltag
verfügten.
Arnold Zweig
gehörte wie
Ludwig Renn
und
Friedrich
Wolf
(1888-1953),
wie Bertolt
Brecht
(1898-1956)
und Anna
Seghers
(1900-1983)
sowie ein
Dutzend
weiterer
Autoren zu
den linken
Intellektuellen
der Weimarer
Republik und
des Exils,
die nach dem
Kriegende
1945
heimatlos
geworden
waren,
sofern sie
auf eine
deutsche
Einheitsrepublik
mit wachem
Geistesleben
und
ehrlicher
Aufarbeitung
der Jahre
1933/45
gehofft
hatten. Die
Entscheidung,
in die
Sowjetzone
oder, nach
dem 7.
Oktober
1949, in die
DDR
überzusiedeln,
war eine
Notlösung,
von
außerliterarischen
Faktoren
bestimmt,
auch wenn
offiziell
andere
Positionen
bezogen
wurden. Der
neue Staat
bot diesen
von den
demütigenden
Exiljahren
erschöpften
Schriftstellern,
die schon
vor 1933
berühmt
gewesen
waren, nicht
nur
materielle
Sicherheit
und damit
Ruhe zu
schöpferischer
Arbeit,
sondern
jetzt wurden
auch ihre in
der
Emigration
geschriebenen
Werke, die
nur ein
spärliches
Lesepublikum
erreicht
hatten, in
hohen
Auflagen
gedruckt und
durch
Gesamtausgaben
gewürdigt.
Der neue
Staat lockte
auch mit
Literatur-
und
Staatspreisen,
die mit
hohen
Geldzuwendungen
verbunden
waren, mit
Ehrentiteln
und
Vorstandsposten.
Als Preis
dafür wurde
Unterwerfung
eingefordert,
das
Bekenntnis
zum
realen
Sozialismus,
später zum
Mauerbau und
zur
Niederkämpfung
von
Freiheitsbewegungen
wie dem
Prager
Frühling,
wodurch der
Status des
geistig
unabhängigen
Autors
zusehends
verloren
ging.
Ein
tschechoslowakisches
Flugzeug
brachte
Arnold Zweig
am 15. Juni
1948 über
Zypern,
Athen und
Rom ins
inzwischen
kommunistisch
gewordene
Prag. Die
Hoffnung, in
England
Aufnahme zu
finden,
zerschlug
sich, da
kein
Einreisevisum
gewährt
wurde. Der
deutschsprachige
Schriftsteller
Louis
Fürnberg
(1909-1957)
aus Iglau/Mähren,
der 1954
nach Weimar
übersiedeln
sollte, nahm
sich des nun
halbwegs
Heimgekehrten
an, nach
diesen
bitteren
Jahren der
„palästinensischen
Dürre“
(Arnold
Zweig), der
aber noch
immer
zögerte, wo
er sich
niederlassen
sollte,
darin Anna
Seghers
ähnlich, die
1947 über
Stockholm
nach
Westberlin
gekommen war
und erst
1950 nach
Ostberlin
gehen
sollte.
Im September
1948
erreichte
den
Verfasser
des
Grischa-Zyklus
eine
Einladung
des am 13.
Juni 1945 in
Ostberlin
gegründeten
Kulturbunds
zur
demokratischen
Erneuerung
Deutschlands,
unterschrieben
vom
Autorenkollegen
Johannes R.
Becher
(1891-1958),
dem späteren
DDR-Kulturminister
1954/58, der
schon
1945/46
versucht
hatte, den
schlesischen
Dichter
Gerhart
Hauptmann
(1862-1946)
für den
neuen Staat
zu gewinnen.
Am 15.
Oktober 1948
reiste
Arnold
Zweig,
während
seine Frau
Beatrice,
die heftige
Bedenken
hatte und
unter
Depressionen
litt, erst
im Dezember
nachkam.
Nur zehn
Tage wollte
Arnold Zweig
bleiben,
daraus
wurden dann
zwei
Jahrzehnte.
Aber noch
bis in den
Spätsommer
1949 hinein
schwankte
er, ob er
die Wohnung
in Haifa
nicht
beibehalten
und die
kalten
Wintermonate
dort
verbringen
sollte. Im
Sommer 1949
bot ihm die
russische
Besatzungsmacht
ein Haus mit
acht Zimmern
neben dem
Schloss
Niederschönhausen
an, im
Frühjahr
1950 bezog
er die
eigentlich
für Heinrich
Mann
(1871-1950),
der zum
Präsidenten
der
Akademie der
Künste
berufen
worden, aber
am 12. März
in
Kalifornien
gestorben
war, gedacht
gewesene
Dienstwohnung
in
Berlin-Niederschönhausen.
Nun wurde,
am 25. März,
Arnold Zweig
Präsident
und blieb es
bis 1953.
Die
Auszeichnungen
und Ehrungen
häuften sich
jetzt, wie
Anna Seghers
wurde er zum
„Staatsdichter“,
dem
öffentliche
Erklärungen
und Lobreden
abverlangt
wurden. In
der
DDR-Literaturgeschichtsschreibung
und in
Autorenlexika
wurde sein
Bild
geschönt,
sein Zögern,
von Haifa
nach
Ostberlin
überzusiedeln,
unerwähnt
gelassen und
seine Romane
zu
Vorläufern
einer
entstehenden
DDR-Literatur
erklärt. Im
zweiten Band
des
Lexikons
deutschsprachiger
Schriftsteller
(Leipzig
1974) konnte
man über ihn
lesen: „
Z. durchlief
als ein die
gesellschaftliche
Wirklichkeit
und Wahrheit
unseres
Jahrhunderts
aufspürender
bürgerlicher
Intellektueller
mehrere
Entwicklungsstufen,
ehe er sich
zur
Arbeiterklasse
und ihrer
welthistorischen
Mission
bekannte.“
Und später
hieß es über
ihn, „der
selbst
diesen
schweren,
von der
revolutionären
Arbeiterklasse
gewiesenen
Weg ging“.
Weitere
Werke:
Prosa: De
Vriendt
kehrt heim.
Roman,
Berlin 1932.
– Versunkene
Tage. Roman,
Amsterdam
1938. – Die
Feuerpause.
Roman,
Ost-Berlin
1954. – Die
Zeit ist
reif. Roman,
Ost-Berlin
1957. –
Traum ist
teuer.
Roman,
Ost-Berlin
1962. – Das
Eis bricht.
Romanfragment,
Ost-Berlin
1969. –
Aufzeichnungen
über eine
Familie
Klopfer.
Erzählungen,
München
1911. –
Gerufene
Schatten.
Erzählungen,
Berlin 1923.
– Frühe
Fährten.
Ausgewählte
Novellen,
Berlin 1925.
–
Regenbogen.
Erzählungen,
Berlin 1925.
– Der
Spiegel des
großen
Kaisers.
Novelle,
Potsdam
1926. – Pont
und Anna.
Erzählung,
Potsdam
1928. –
Knaben und
Männer.
Erzählungen,
Berlin 1931.
– Mädchen
und Frauen.
Erzählungen,
Berlin 1931.
– Spielzeug
der Zeit.
Erzählungen,
Amsterdam
1933. – Der
Elfenbeinfächer.
Ausgewählte
Novellen,
Band 1,
Ost-Berlin
1952. – Der
Regenbogen.
Ausgewählte
Novellen,
Band 2,
Ost-Berlin
1955. –
Novellen,
zwei Bände,
Ost-Berlin
1961. –
Furchen der
Zeit.
Ausgewählte
Geschichten,
Ost-Berlin
und Weimar
1972. – Was
der Mensch
braucht.
Erzählungen,
Leipzig
1987. – Ein
bisschen
Blut.
Erzählungen,
Ost-Berlin
und Weimar
1987.
Dramen:
Abigail und
Nabal,
Leipzig
1913. – Die
Umkehr des
Abtrünnigen,
Darmstadt
1925. – Die
Aufrichtung
der Menorah,
Berlin 1927.
– Bonaparte
in Jaffa,
Ost-Berlin
1949. –
Soldatenspiele,
Ost-Berlin
1956.
Lyrik: Der
englische
Garten.
Sonette,
Kattowitz
1909. – Fünf
Romanzen,
Ost-Berlin
1958.
Essays: Das
ostjüdische
Antlitz,
Berlin 1920.
– Das neue
Kanaan,
Berlin 1925.
– Lessing,
Kleist,
Büchner:
drei
Versuche,
Berlin 1925.
– Juden auf
der
deutschen
Bühne,
Berlin 1927.
– Caliban
oder Politik
und
Leidenschaft,
Potsdam
1927. – Die
Aufgabe des
Judentums
(mit Lion
Feuchtwanger),
Paris 1933.
– Bilanz der
deutschen
Judenheit:
ein Versuch,
Amsterdam
1934. –
Baruch
Spinoza
(englisch),
New York
1939
(deutsch
1962). –
Früchtekorb.
Jüngste
Ernte.
Aufsätze,
Rudolstadt
1956. – Über
Schriftsteller,
Ost-Berlin
und Weimar
1967.
Briefe:
Briefwechsel
mit Eberhard
Hilscher,
Ost-Berlin
1967. –
Briefwechsel
mit Sigmund
Freud,
Frankfurt/M.
1968. –
Briefwechsel
mit Louis
Fürnberg,
Ost-Berlin
und Weimar
1978. –
Briefwechsel
mit Lion
Feuchtwanger,
Ost-Berlin
1984.
Werkausgaben:
Ausgewählte
Werke in
Einzelausgaben,
Ost-Berlin
1957/1967
(16 Bände).
– Berliner
Ausgabe,
herausgegeben
von Frank
Hörnigk,
Berlin
1997ff. (28
Bände)
Lit.:
Maritta
Rost,
Bibliographie
Arnold
Zweig, zwei
Bände,
Ost-Berlin
und Weimar
1987. –
Arnold Zweig
zum 65.
Geburtstag
am 10.
November
1952.
Festschrift,
Ost-Berlin
1952. –
Arnold-Zweig-Sonderheft
der
Zeitschrift
„Sinn und
Form“,
Ost-Berlin
1952. –
Arnold Zweig
zum
siebzigsten
Geburtstag.
Festschrift,
Ost-Berlin
1957. –
Arnold
Zweig. Ein
Almanach.
Briefe,
Glückwünsche,
Aufsätze.
Festschrift
zum 75.
Geburtstag,
Ost-Berlin
1962. –
Georg Wenzel
(Herausgeber),
Arnold Zweig
1887-1968.
Werk und
Leben in
Dokumenten
und Bildern,
Ost-Berlin
und Weimar
1978. –
Arnold
Zweig. Ein
Lesebuch für
unsere Zeit,
Ost-Berlin
und Weimar
1987. –
Arnold Zweig
– Poetik,
Judentum und
Politik.
Akten des
internationalen
Arnold-Zwei-Symposiums
aus Anlass
des 100.
Geburtstages,
Cambridge
1987 und
Bern 1989. –
Heinz Ludwig
Arnold
(Herausgeber),
Arnold
Zweig, Text
+ Kritik,
Band 104,
München
1989. –
Hans-Werner
Baum, Arnold
Zweig. Leben
und Werk,
Ost-Berlin
1967. –
Geoffrey W.
Davis,
Arnold Zweig
in der DDR,
Bonn 1977. –
Eberhard
Hilscher,
Arnold
Zweig.
Brückenbauer
vom Gestern
ins Morgen,
Halle/Saale
1962. –
Eberhard
Hilscher,
Arnold
Zweig. Leben
und Werk,
Ost-Berlin
1968 (8.
Auflage
1987). –
Jost Hermand,
Arnold
Zweig,
Rowohlt-Monographie,
Reinbek
1989. –
Heinz
Kamnitzer,
Der Tod des
Dichters,
Ost-Berlin
1987. – Eva
Kaufmann,
Arnold
Zweigs Weg
zum Roman.
Vorgeschichte
und Analyse
des
Grischa-Romans.
– Georg
Lukács,
Arnold
Zweigs
Romanzyklus
über den
imperialistischen
Krieg
1914-1918,
in:
Internationale
Literatur,
Moskau 1939.
– Hans
Mayer, Der
Grischa-Zyklus,
in:
Sonderheft
von Sinn und
Form,
Ost-Berlin
1952. –
David R.
Midgley,
Arnold
Zweig. Zu
Werk und
Wandlung,
Königstein/Taunus
1980. –
Johanna
Rudolph, Der
Humanist
Arnold
Zweig. Ein
Versuch,
Ost-Berlin
1955. –
Georg
Salamon,
Arnold
Zweig,
Boston 1975.
– Dieter
Schiller,
Arnold
Zweigs
Exilschaffen,
in: Weimarer
Beiträge,
Weimar 1987.
– Wilhelm
von
Sternburg
(Hrsg.),
Arnold
Zweig.
Materialien
zu Leben und
Werk,
Frankfurt/M.
1987. –
Wilhelm von
Sternberg,
„Um
Deutschland
geht es“.
Arnold
Zweig. Die
Biographie,
Berlin 1998.
– Kurt
Tucholsky,
Der Streit
um den
Sergeanten
Grischa, in:
Die
Weltbühne,
Berlin 1927.
– Annie
Voigtländer,
Welt und
Wirkung
eines
Romans. Zu
Arnold
Zweigs „Der
Streit um
den
Sergeanten
Grischa“,
Ost-Berlin
und Weimar
1967. –
Heinrich
Vormweg,
Gerechtigkeit
über sich
fühlend:
Arnold
Zweigs Roman
„Das Beil
von
Wandsbek“,
in: Manfred
Durzak
(Hrsg.), Die
deutsche
Exilliteratur
1933-1945,
Stuttgart
1973. –
Hans-Albert
Walter, Auf
dem Weg zum
Staatsroman.
Arnold
Zweigs
Grischa-Zyklus,
in:
Frankfurter
Hefte,
Frankfurt
1968. –
Hans-Albert
Walter, „Im
Anfang war
die Tat“.
Arnold
Zweigs „Beil
von
Wandsbek“.
Roman einer
Welt – Welt
eines
Romans,
Frankfurt/M.
1985. –
Manuel
Wiznitzer,
Arnold
Zweig. Das
Leben eines
deutsch-jüdischen
Schriftstellers,
Königstein/Taunus
1983. –
Rudolf Wolf,
Arnold
Zweig. Der
Streit um
den
Sergeanten
Grischa,
Bonn 1986.
Bild:
Kulturstiftung.
Jörg B.
Bilke